Erfahrungsberichte

"... dadurch kann ich mich verändern"

„Servus, ich bin M. Ich bin bei WZF, weil ich die letzten 13 Jahre meines Lebens leider mit Kiffen und Computer spielen verbracht habe. Anfangs schien das befriedigend. Auf Dauer wurde aber die Leere in mir immer größer und damit auch die Unzufriedenheit. Mehrmals hab ich versucht, aus eigener Kraft mein Leben zu ändern, was mir aber nicht gelang. Im Alter von 13 war ich mit dem christlichen Glauben in Berührung gekommen, bin dann aber wieder davon abgekommen. Anfangs diesen Jahres - 18 Jahre später -  hab ich mich in meiner Verzweiflung daran erinnert und mich erneut für ein Leben mit Gott entscheiden. Seitdem geht es aufwärts. Seit Oktober bin ich bei WZF. Es ist sehr herausfordernd für mich. Ich stoße immer wieder an meine Grenzen - aber dadurch kann ich mich verändern. Ich bin wirklich sehr dankbar! „

2011, aktueller Bewohner, 2011

"... hat mein Leben total umgekrempelt"

„Hallo, ich bin P., 37 Jahre alt, und habe von Oktober 2007 bis Oktober 2008 das wahrscheinlich wichtigste Jahr meines Lebens bei WZF verbracht. Schwer heroinabhängig, hoch verschuldet und ohne wirklich große Hoffnung auf Besserung, habe ich 2007 entschieden, zu WZF zu gehen. Den Anstoß dazu gab mir Gabi Baum, die Leiterin des Brückenhauses, die ehrenamtlich Drogenabhängige auf das WZF-Jahr vorbereitet. Das Jahr bei WZF hat wider Erwarten mein Leben total umgekrempelt. Das Zusammenleben im familiären Rahmen, der enge Kontakt zu den Mitarbeitern, persönliche Erfahrungen mit Gott und das Gemeindeleben des Gospel Forums haben mir so gut getan, dass ich heute voller Dankbarkeit auf die Zeit bei WZF zurückschauen darf. Inzwischen sind vier Jahre vergangen. Ich lebe jetzt in der Nähe von Heilbronn, arbeite  als Maschinenbautechniker im Vertrieb für ein mittelständisches Unternehmen und spiele aktiv Fußball. Weiterhin stehe in sehr engem Kontakt zu Gabi Baum und dem Brückenhaus und freue mich immer wieder gerne, die Männer bei WZF zu besuchen."

2011, ehem. Bewohner (2007-2008)

"Gottes Kraft zur Veränderung"

„Mein Name ist M. Ich habe mein WZF-Jahr vor ca. 3 Jahren abgeschlossen. Seitdem habe ich es endlich geschafft, mich in die Gesellschaft zu integrieren und drogenfrei zu leben. Ich bin nun verheiratet und arbeite seit 2,5 Jahren im Außendienst/Vertrieb, was mir viel Spaß macht und auch recht gut läuft ;-) Ich verdanke der Einrichtung WZF sehr viel. Dort konnte ich lernen, wie man seinen Glauben praktisch im Alltag lebt. Ich erkenne nun einen Sinn in meinem Leben und erlebe Gottes Kraft zur Veränderung, die zwar jeder Mensch, aber besonders jeder Ex-Drogenabhängiger braucht."

2011, ehem. Bewohner (2008)

"...die glücklichste Zeit meines Lebens"

„Hallo, ich bin A. Ich habe meinen Aufenthalt bei WZF vor 7 Jahren abgeschlossen. Und ich muss sagen: es war die glücklichste Zeit meines Lebens. Danach kam dann der Ernst des Lebens mit guten Zeiten und manchen Schwierigkeiten. Aber durch die Zeit bei WZF habe ich gelernt, mit Schwierigkeiten anders umzugehen. Den Kontakt zu meinem alten Umfeld habe ich komplett abgebrochen und mir in der Zwischenzeit einen neuen Freundeskreis aufbauen können. Beruflich bin ich als Heizungsbauer für eine Leiharbeitsfirma tätig, was mir viel Spaß macht. Und das beste: Seit 2 Jahren bin ich glücklich verheiratet :-)"

2011, ehem. Bewohner (2004)

"Die Atmosphäre hier ist anders..."

„Ich bin 36 Jahre alt und habe bereits als Teenager begonnen Drogen zu konsumieren. In meiner langjährigen Drogenkarriere hatte ich auch schon eine Zeit, in der ich 5 Jahre lang clean war. 
Trotzdem bin ich wieder rückfällig geworden. In den letzten Jahren war ich im Methadonprogramm und habe zusätzlich Heroin genommen. Obwohl ich nicht arbeitslos war, geriet mein Leben zunehmend aus den Fugen, so dass ich zuletzt zu einer Freiheitsstrafe mit Bewährungsauflagen verurteilt wurde. Ich wollte mein Leben so nicht weiterführen, wusste nicht, wie es weitergehen sollte und machte mich auf die Suche nach einer Möglichkeit von den Drogen loszukommen.
Vor zwei Jahren stieß ich im Internet auf Gabi Baum und das Brückenhaus von WZF. Obwohl ich mich nach einer ersten Begegnung wieder zurückzog, ließ Gabi nicht locker und versuchte den Kontakt zu mir aufrecht zu erhalten. Ich fand das eigenartig und war mir nicht sicher, wie ich damit umgehen soll. Mittlerweile bin ich ihr sehr dankbar für ihre Hartnäckigkeit. Nach einer Entgiftung vor zwei Monaten verbrachte ich eine Woche im Brückenhaus. Dort kam ich zum ersten Mal in Berührung mit Gott und der Bibel.
Mittlerweile bin ich seit 6 Wochen bei WZF und sehr froh, diese Chance bekommen zu haben. Die Atmosphäre hier ist anders. Ich durfte Gott näher kennen lernen, obwohl ich vorher nichts mit ihm zu tun hatte. Ich fühle mich geschätzt und angenommen, ohne eine Leistung erbringen zu müssen. Der Tagesablauf gefällt mir. Die morgendliche Andacht gibt mir Kraft für den Arbeitstag, hier kann ich Gott näher kommen. Außerdem sind die Mitarbeiter engagiert, auch wenn die Bedingungen manchmal nicht ideal sind. Ich bin froh, hier zu sein und wünsche allen Drogenabhängigen, solche Erfahrungen machen zu dürfen."

2010, Bewohner (2010)

"Aus meinem Müssen wurde ein Wollen!"

„Ich bin 29 Jahre alt und kam mit 15 Jahren erstmals mit Drogen in Berührung. Nachdem ich mich jahrelang mit Beschaffungskriminalität über Wasser gehalten hatte kam ich im Jahr 2000 ins Gefängnis. 
Obwohl ich seitdem mit mehreren Aufenthalten insgesamt drei Jahre im Knast verbracht habe und eine staatliche Therapie erfolgreich abschließen konnte, hatte sich nichts verändert. Ich wurde sofort nach dem Ende der Therapie rückfällig und fühlte eine unerklärliche Leere, die ich mit nichts füllen konnte. Ich brachte immer wieder nicht nur mich selbst sondern auch meine Familie in Schwierigkeiten. Vor allem meine Mutter hatte wegen mir viel durchzustehen. Immer wieder stand die Polizei vor der Tür, und sie machte sich große Sorgen. Mit 28 Jahren hatte ich im Gefängnis eine Offenbarung: Als ich im Bett lag schien mein Leben als Film vor meinem inneren Auge abzulaufen: all die Verfehlungen, Menschen denen ich Leid gebracht habe, täglich im Drogensumpf...
Ich bin mir sicher, dass Jesus schon damals in mein Leben eingegriffen hat, denn ich beschloss, keine Drogen mehr zu nehmen.
Da ich eine Therapieauflage vom Gericht bekommen hatte, suchte ich dann nach einer geeigneten Therapie und wurde von einem Mithäftling auf WZF hingewiesen. Anfangs war der Aufenthalt hier ein Muss, doch nach einigen Gebetserhörungen und der spürbar stärker werdenden Nähe Gottes wurde mir klar, dass ich den richtigen Weg gewählt habe. Aus meinem Müssen wurde ein Wollen! 
Jesus hat mich innerlich verändert und ich bin bereit, meinen Weg weiter mit ihm zu gehen. Ich spüre auch wie sich meine Veränderung positiv auf meine Familie auswirkt. All die Probleme sind einer innerlichen Ruhe gewichen. Außerdem macht es mich glücklich, dass mir hier Brüder und Schwestern zur Seite gestellt werden, die für mich da sind und ich für sie. Ich bin froh, mit ihnen gemeinsam den „Weg zur Freiheit“ gehen zu können."

2010, Bewohner (2010)

"Der Alltag bei WZF - Zwei Bewohner berichten"

„Um 7 Uhr beginnen wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Nach dem Frühstück muß jeder von uns diverse Dienste im Haus erledigen. Danach findet die Andacht statt und anschließend geht es zur Arbeit auf die verschiedenen Baustellen. Um 18 Uhr treffen wir uns alle wieder zum gemeinsamen Abendessen. Abends gibt es diverse Freizeitaktivitäten, zum Beispiel Sport, Sauna oder Videoabend. Sonst hat man auch die Möglichkeit, sich ein wenig zurückzuziehen  oder auszuruhen. Das Miteinander ist bei uns echt klasse. Wir haben sehr viel Spaß. Auf der anderen Seite muß man auch sagen, daß es nicht immer einfach ist, ständig jemanden um sich zu haben. So manch einer muß erst wieder lernen, in Gemeinschaft zu leben. Wie überall, wo Menschen zusammenleben, gibt es auch Konflikte und Meinungsverschiedenheiten. Es ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Das Positive daran ist, daß wir lernen, Probleme zu lösen  und ihnen nicht aus dem Weg zu gehen. Es fällt uns manchmal sehr schwer, Kritik bezüglich eigener Denk- und Verhaltensweisen anzunehmen. In diesem Bereich können wir bei WZF eine Menge lernen. Da wir von unserer Persönlichkeit, unserem Charakter und unserer Vergangenheit sehr unterschiedlich sind, können wir  voneinander profitieren und uns gegenseitig helfen. Wenn es jemandem schlecht geht, fällt es durch das enge Zusammenleben  sehr schnell auf und man kann miteinander reden. Jedem Bewohner ist ein Mitarbeiter als Seelsorger zugeordnet. Die Mitarbeiter haben immer ein offenes Ohr für uns. Das Verhältnis zwischen Bewohnern und Mitarbeitern ist sehr vertrauensvoll. Auf die Wochenenden freuen wir uns immer besonders. Da machen wir Ausflüge, gemeinsame Einkäufe und am Sonntag besuchen wir einen Gottesdienst. Ein besonderes Hihlight für jeden Bewohner während des WZF-Jahres ist die Aufhebung der Kontaktsperre nach 3 Monaten. Es ist für uns sehr aufbauend, wenn Eltern, Verwandte oder Freunde positive Veränderungen und Entwicklungen in unserem Leben wahrnehmen und uns ermutigen weiter am Ball zu bleiben!
Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, hierher zu kommen!"

2010, 2 Bewohner (2010)

"Ein Leben ohne Hoffnung?"

„Ich bin in einer "normalen" Familie in Berlin als zweites von drei Kindern aufgewachsen. Mit ca. 11 Jahren hatte ich große Probleme in der Schule; ich brachte schlechte Leistung und spielte den Klassenclown. In dieser Zeit habe ich mit Kiffen angefangen. Mit 14 Jahren kam ich in ein Heim, weil meine Eltern mit mir nicht mehr klar kamen. Im Heim wurde es noch schlimmer mit den Drogen. Deshalb bin ich mit 16 Jahren  dort rausgeflogen und kam wieder nach Hause zu meinen Eltern. Zu Hause erwartete mich auch eine schwierige Situation: meine Eltern trennten sich und wir mussten umziehen. Ohne einen Schulabschluss begann ich eine Lehre als Koch. Doch in der Lehre waren mir Drogen und Partys wichtiger als alles andere. Mit 18 Jahren sah ich keinen Sinn mehr in meinem Leben. Ich unternahm einen Selbstmordversuch. Wie durch ein Wunder überlebte ich! 
Meinen ersten Kontakt mit Heroin hatte ich im Alter von 19. Danach folgte die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich war 9 Jahre heroinabhängig. Ich lebte zum Teil auf der Strasse in Berlin, mußte immer wieder für kurze Zeit ins Gefängnis und erlebte unheimlich viel Leid mit. 2004 folgte ein erfolgloser Therapieversuch, danach ein Gefängnisaufenthalt. Als ich Anfang 2006 aus dem Gefängnis herauskam, hatte ich alles verloren! Ich lebte auf der Straße und wollte nicht mehr leben. Ich wartete nur noch auf den Tod; ich war am absoluten Tiefpunkt angelangt!
Während der Weltmeisterschaft 2006 habe ich bei Christen in einer Teestube Hilfe gesucht, da mir auf der Strasse jemand  gesagt hatte, dass die Leute dort gerne helfen. Tatsächlich fand ich dort Hilfe! Die Christen  kümmerten sich um mich und begleiteten mich ins Krankenhaus. Leider wurde ich nach kurzer Zeit wieder inhaftiert. Die Christen, die ich kennengelernt hatte besuchten mich im Gefängnis und ermutigten mich, nicht aufzugeben! Während dieser Zeit las ich sehr viel in der Bibel. Ich betete zu Gott, dass er mir ein neues Leben schenkt! Ich hatte diese Art von Leben so satt! Eine Therapie auf Fehmarn folgte diesem Gefängnisaufenthalt. Nach  der Therapie suchte ich mir eine Wohnung und wollte meinen Hauptschulabschluss nachholen. Ich fühlte mich jedoch sehr häufig einsam und  unverstanden; meine Vergangenheit holte mich wieder ein, und ich wurde  rückfällig! Nach einigen Rückfällen war mir klar,dass ich so nicht weiterleben kann. Ich entschloss mich, nochmals in eine Einrichtung zu gehen - dieses mal zu WZF. Nun bin ich seit fast sechs  Monaten hier, und ich habe echt viel mit Gott erlebt. Das ist für mich ein eindeutiges Zeichen, dass Gott lebt und mir helfen will. Daran möchte ich auf jeden Fall festhalten!
In meinem Leben habe ich sehr viel Leid und Elend erlebt und gesehen. Heute bin ich so dankbar, dass ich überhaupt noch lebe. In Zukunft möchte ich auf jeden Fall Menschen helfen, die total im Elend stecken!"

2010, Bewohner (2010)

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